In die Welt der Filmmusik eingetaucht

aus dem Willisauer Boten vom 2.12.25 von Klaus Marti

Von den «Glorreichen Sieben» über Star Wars bis James Bond: Unter dem Titel «Cinema in Concert» bot die Stadtmusik Willisau erneut als Sinfonieorchester, ein wahres Feuerwerk verschiedenster Melodien. Das zahlreiche Publikum wurde an den zwei Konzerten voll begeistert.

 

Der eindrucksvolle Start in das neun Kompositionen umfassende Konzert gelang mit «The Magnicent Seven» von Elmer Bernstein vollauf und macht neugierig auf die kommenden Werke. Kraftvolle Fanfaren, faszinierender Rhythmus und heroische Melodien, wie Ansager Urban Zihlmann treffend angekündigt hatte. Bekannte Melodien, subtil und fein herausgearbeitet, waren im zweiten Stück des Abends – Hommage an Ennio Morricone – den Intentionen des Komponisten sehr gut nachempfunden. Dafür sorgte auch die kompetente musikalische Leitung von

Florentin Setz.

Schönheit und Mystik

In der folgenden Komposition von Ralph Vaughan Williams, «Fantasia on a Theme by Thomas Tallis» standen die Streicher im Mittelpunkt. Faszinierende Raumklänge und zeitlose Schönheit voller Mystik beeindruckten das Publikum voll. In «Marvel’s Ant-Man» von Christophe Beck überführte die Stadtmusik die Festhalle ins Universum. Der typische Superhelden-Sound mischte sich mit Spass, Leichtigkeit und kraftvollen Orchesterklängen, wie in der Ansage treffend geschildert. Einen Riesenapplaus quittierte das letzte Stück vor der Pause. In die weit entfernte Galaxis entführt fühlten sich die Besucherinnen und Besucher in der vielfältigen Komposition «Star Wars IV – The Throne Room & Ende Title» von John Williams. Das eindrucksvolle Werk wurde perfekt untermalt durch Filmsequenzen. Dass Riesenapplaus aufbrauste, war klar.

Tanzende Gitarren

Nach der Pause wurden alle Erwartungen in «Jurassic Park» von John Williams mehr als erfüllt. Der imposante Auftakt in den zweiten Teil des Abends schilderte das Wunder der wiedererweckten Dinosaurier. Dramatische Dynamik prägte die Aufführung, vom Publikum begeistert aufgenommen. Filmische Sequenzen auf der Leinwand ergänzten, wie in allen Werken des Abends, die Melodien sinnvoll. «Die Maske des Zorro» von James Horner bot spanische und lateinamerikanische Rhythmen mit emotionalen Melodien. In der Ansage wurde versprochen, dass «tanzende Gitarren, leidenschaftliche Streicher und feurige Bläser der Melodie Energie, Romantik und Temperament» verleihen würden. Alle Erwartungen wurden darin voll erfüllt, honoriert mit gewaltigem Beifall.

Dramatik pur dann in der folgenden Komposition: «Dances with Wolves» von John Barry. Sie lässt die geschilderte Welt voller Harmonie und Gefühl lebendig werden – vom Publikum freudig aufgenommen. Im letzten Konzertstück – «James Bond: Skyfall and Spectre» von Thomas Newman wurden die Besucherinnen und Besucher mitgenommen in die spannende Welt des bekannten James Bond. Dieses mitreissende Stück ist geprägt von Spannung, Eleganz und Dynamik sowie Faszination. Klar, dass eine Zugabe gefordert wurde – mit «The Jungle Book» von R. Und R. Shermans auch geboten. Gefühlvoll und schmissig klang so das eindrucksvolle Konzert aus.